Selbstbewusstsein: Das macht es aus und das kann dabei helfen, mehr davon zu bekommen.

Das Wort Selbstbewusstsein ist aus dem Alltag nicht wegzudenken – die einen haben zu viel davon und wirken daher nicht selten überheblich, die anderen eindeutig zu wenig und zweifeln an sich selbst. Während einige Menschen also gut damit tun würden, etwas weniger selbstbewusst aufzutreten – und damit auch etwas weniger abschreckend zu wirken – suchen die anderen wiederum nach Möglichkeiten, selbstbewusster zu werden und sich auf diese Weise in vielen Alltagssituationen leichter zu tun. Doch was bedeutet das Wort überhaupt, was macht das Gefühl aus und wie kann es gelingen, dieses zu stärken?

 

Selbstbewusste Menschen sind häufig erfolgreicher im Leben

Selbstbewusstsein bedeutet nichts anderes, als sich selbst bewusst zu sein, wie der Name bereits verrät. Von seinen eigenen Fähigkeiten und Kenntnissen zu wissen und davon überzeugt zu sein – das Selbstwertgefühl, wie es noch genannt wird bedeutet, sich selbst zu vertrauen und sich nicht von anderen beirren zu lassen. Wer sich selbst vertraut und sich selbst einiges wert ist, wie die beiden Worte vernehmen lassen, traut sich damit auch automatisch mehr zu und scheut sich nicht davor, Neues auszuprobieren oder Konflikte einzugehen. Denn auch wenn die Gefahr besteht zu scheitern oder etwas doch nicht so gut zu machen, wie im Vorfeld angenommen, lassen sich selbstbewusste Menschen nicht die Chance nehmen, etwas trotzdem zu versuchen. Nur wer etwas versucht, kann schließlich auch gewinnen. Genau aus diesem Grund zahlt sich ein gutes Selbstbewusstsein in mehrfacher Hinsicht aus: Selbstbewusste Menschen, die genau wissen, was sie auf dem Kasten haben oder zumindest bereit dazu sind, etwas einfach einmal auszuprobieren, sind tendenziell erfolgreicher im Leben. Auch wenn sie nicht immer besser in etwas sind, wie weniger selbstbewusste Menschen, besitzen diese zumindest den Mut, etwas anzupacken und zu handeln, anstatt lediglich über etwas nachzudenken. Zum anderen strahlen selbstbewusste Menschen dieses Selbstvertrauen auch nach außen aus. Ob im Bewerbungsgespräch oder bei der Partnerwahl macht sich diese Eigenschaft häufig besonders gut. Wer stellt nicht gerne einen Mitarbeiter ein, der weiß, was er kann und bereit dazu ist, direkt anzupacken, anstelle von jemandem, der selbst nicht weiß, weshalb er die richtige Person für das Unternehmen ist und sich aus Angst vor Fehlern lieber im Hintergrund hält? Beim Dating sieht es schließlich nicht anders aus: Jemand, der über seine Qualitäten Bescheid weiß und dazu steht, wirkt meist deutlich attraktiver, als eine Person, die sich selbst klein macht.

 

Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ist maßgeblich

Das selbstbewusste Verhalten besteht im Grunde genommen aus zwei Grundpfeilern: Der Eigenwahrnehmung und der Bewertung dieser. Das bedeutet, sich selbst darüber bewusst zu sein, was man kann und welche Fähigkeiten man besitzt und diese auch entsprechend zu würdigen. Lediglich zu wissen, welche Talente man hat, führt nicht allein zu einem gesunden und selbstbewussten Verhalten. Stolz auf das zu sein, was man kann, hingegen schon. Darüber hinaus gliedert es sich in zahlreiche Richtungen, wie beispielsweise den Selbstglauben oder der Selbstachtung – an sich zu glauben und sich selbst zu achten. Doch auch, wenn die Begriffe Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen etwas Ähnliches meinen, gibt es hierbei einen großen Unterschied. Während das Selbstbewusstsein bedeutet, sich in der Gegenwart bewusst über seine Fähigkeiten, Stärken und Talente zu sein, bedeutet Selbstvertrauen, den Glauben daran, etwas in der Zukunft schaffen zu können und die Kraft zu haben, Grenzen zu überwinden. Selbstvertrauen, Selbstglaube, Selbstliebe, Selbstkontrolle – all das führt letztendlich jedoch dazu, dass ein gesundes selbstbewusstes Verhalten aufgebaut werden kann. Je mehr jemand an die eigenen Fähigkeiten glaubt, stolz darauf ist, je mehr jemand sich selbst achtet und in sich vertraut und je mehr er sich selbst dafür liebt, was er ist, desto größer ist das Selbstbewusstsein. Dieses lässt damit Ängste, Hemmungen und Misstrauen in sich selbst schwinden und schafft hingegen einen gesunden Umgang mit dem eigenen Selbst, der angstfrei ist. Doch wie kann das Selbstwertgefühl gestärkt werden und was braucht es alles, um selbstbewusst und in vielerlei Hinsicht angstfrei zu werden?

 

Gene, aber auch das Umfeld sind entscheidend

Verschiedene Menschen allen Altersklassen, darunter Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind von Natur aus selbstbewusster als andere. Wie verschiedene andere Charaktereigenschaften auch, hängt das Selbstwertgefühl immerhin auch ein Stück weit von den eigenen Genen ab. Das bedeutet jedoch nicht, sein Schicksal einfach so akzeptieren zu müssen, sollte man wenig selbstbewusst sein. Immerhin spielen Umwelt und Umfeld auch hier genauso wie bei anderen Eigenschaften der eigenen Persönlichkeit auch eine immense Rolle. Erhalten Kinder Wertschätzung von Seiten ihrer Eltern, wachsen in einem intakten und liebevollen zu Hause auf und erfahren den nötigen Rückhalt von Familie und Freunden, den sie benötigen, sind sie als Jugendliche und später auch als Erwachsene meist deutlich selbstbewusster als jemand, der schon früh in seiner Kindheit immer wieder mit Zurückweisung und Nichtbeachtung umgehen muss. Je mehr Lob und Anerkennung von anderen erfahren wird, desto mehr hilft dies immerhin auch dabei, tatsächlich überzeugt davon zu sein, was man kann. Fehlt diese Bestätigung dauerhaft, so ist das Bewusstsein um sich selbst häufig auch niedrig. Toxische Menschen zu meiden und sich stattdessen mit Personen zu umgeben, die einem gut tun und denen das eigene Wohl am Herzen liegt, ist für ein gesundes Selbstwertgefühl und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit also von großer Bedeutung. Doch nicht nur die Rückmeldung anderer Menschen ist maßgeblich für das Selbstwertgefühl, sondern das, was selbst für sich empfunden wird.

 

Selbstbewusstes Verhalten lässt sich trainieren

Angemessen selbstbewusst zu sein äußert sich darin, offen auf neue Menschen zuzugehen, neuen Situationen neugierig gegenüberzustehen, eine selbstsichere Ausstrahlung zu haben und von eigenen Fähigkeiten überzeugt zu sein und an sich zu glauben. Das bedeutet nicht, von Grund auf angstfrei zu sein, was Neues angeht – immerhin lässt sich selbstsicheres Verhalten trainieren. Damit dieses gestärkt wird, hilft es, sich immer wieder bewusst mit Ereignissen und Situationen zu konfrontieren, die Angst einflößen. Dies gilt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche. Nur wer sich seinen Ängsten stellt, kann diese schlussendlich auch überwinden. Wer also Probleme damit hat, seine Meinung zu äußern, auch mal “Nein” zu sagen oder mit Fremden in Kontakt zu treten, sollte genau das üben. Auch wenn die Angst vor Ablehnung oder vor dem Versagen stark ist, hilft es, solche Situationen herauszufordern. Dabei geht es jedoch nicht darum, jedes Mal erfolgreich mit dem zu sein, was man tut. Fehler zu machen, eine Zurückweisung beim Flirten zu erhalten oder Kritik für den eigenen Vortrag zu erhalten, ist nicht nur absolut legitim, sondern mindestens genauso hilfreich. Immerhin sind Fehler da, um aus ihnen zu lernen und entsprechende Situationen beim nächsten Mal einfach anders anzugehen. Und: So unangenehm Kritik auch sein mag, sie ist letztendlich in den seltensten Fällen eine Kritik an der eigenen Persönlichkeit, sondern lediglich eine Kritik an den Leistungen, die sich glücklicherweise relativ problemlos verbessern lassen.

Sich selbst wohl in seiner Haut zu fühlen hilft auch dabei, sich selbst zu akzeptieren und Komplimente anderer besser annehmen zu können. Auch wenn es oberflächlich erscheint – ein tolles Outfit, ein eindrucksvolles Parfum oder ein neuer Haarschnitt können genauso dabei helfen, sich gut und selbstbewusst zu fühlen, wie ein Wellnesswochenende oder ein ausgiebiges Sportprogramm. Wer innerlich und äußerlich zufrieden ist, der strahlt das auch aus und erhält mit Sicherheit das eine oder andere Kompliment. Diese sollten übrigens unbedingt angenommen werden, anstatt diese herunterzuspielen oder schlecht zu machen. Aufrichtige Komplimente können nicht nur das Selbstbewusstsein enorm steigern, sondern versüßen letztendlich auch noch den Tag oder vielleicht sogar die ganze Woche.

Als wie selbstbewusst würden Sie sich sehen? Haben Sie schon einmal bewusst etwas getan, um selbstbewusster zu werden? Teilen Sie doch gerne Ihre Erfahrungen zu dem Thema in den Kommentaren!